Leistungen

Was ist Urologie?

Urologie ist die Lehre von den Erkrankungen der Harnorgane (Niere, Harnleiter, Blase und Harnröhre) und der männlichen Geschlechtsorgane (Penis, Hoden, Nebenhoden, Prostata und Samenblasen).

In unserer modern ausgestatteten Praxis bietet Ihnen unser erfahrenes Praxisteam ein umfassendes Spektrum an urologischer Diagnostik und Therapie. Bei unserer langjährigen urologischen Tätigkeit ist es uns ein wichtiges Anliegen, Sie bei sämtlichen urologischen Erkrankungen medizinisch auf dem neuesten Stand zu betreuen und Ihnen nicht nur mit fachlichem Beistand weiterzuhelfen.

Hier finden Sie einen Überblick über die in der Praxis angebotenen Leistungen. Die allgemeinen Leistungen umfassen alle Maßnahmen zur Diagnostik und Therapie urologischer Erkrankungen, die von Seiten der gesetzlichen Krankenkassen voll erstattet werden.

Darüber hinaus bieten wir Ihnen auch Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) zur Erhaltung und Steigerung Ihrer Gesundheit und Ihres Wohlbefindens. Diese Leistungen sind im Rahmen der gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattungsfähig. Sollten Sie hierzu Fragen haben, können Sie sich selbstverständlich an uns wenden.

Allgemeine Leistungen

  • Diagnostik und Therapie sämtlicher urologischer Erkrankungen

    • Entzündliche Erkrankungen der Harnorgane wie z.B. Blasenentzündungen, Prostata- oder Nierenbeckenentzündungen
    • Geschlechtskrankheiten
    • Steinerkrankungen wie Nieren- oder Blasensteine
    • Beschwerden beim Wasserlassen: Erschwertes Wasserlassen, zu häufiges Wasserlassen, Schmerzen beim Wasserlassen
    • Unvermögen, das Wasser zu halten: sog. Harninkontinenz bei Mann oder Frau
    • Diagnostik und Therapie sämtlicher urologischer Tumorerkrankungen: Prostata- oder Blasenkrebs, Nierenkrebs, Hodentumore
    • Hormonstörungen bei Männern
    • Unerfüllter Kinderwunsch
    • Abgeschlossene Familienplanung: Sterilisation
    • Sexuelle Störungen u.a. Erektionsstörungen: Impotenz
    • Abklärung unklarer Symptome: Schmerzen im Unterleib, Blut im Urin u.a.
  • Kompetente Beratung vor geplanter Operation oder Tumortherapie

    Gerne sind wir bereit, Sie vor einer Operation oder einer Therapie, auch wenn sie nicht hier in der Praxis durchgeführt werden kann, umfassend und auf dem neuesten Stand des medizinischen Wissens zu beraten. Wir nehmen uns dafür Zeit! Außerdem werden wir Sie gerne – auch wenn Sie woanders in Behandlung sind – zum Einholen einer Zweitmeinung beraten.

  • Vorbereitende Untersuchungen vor stationärer Aufnahme

    Sollte aufgrund Ihrer Erkrankung eine stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus erforderlich sein, helfen wir Ihnen, die hierfür am Besten geeignete Klinik zu finden und können für Sie einen Aufnahmetermin vereinbaren. Die vorher erforderlichen Untersuchungen werden wir soweit möglich in der Praxis durchführen, damit der stationäre Aufenthalt für Sie so kurz wie möglich ist und eine Therapie in der Klinik ohne Verzögerung beginnen kann. Eine ambulante Weiterbehandlung nach dem Klinikaufenthalt kann dann selbstverständlich wieder bei uns durchgeführt werden.

  • Krebsfrüherkennung des Mannes

    Mit rund 63.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist der Prostatakrebs in Deutschland die häufigste Krebserkrankung des Mannes und steht, was die Sterblichkeit bei Tumorerkrankungen bei Männern angeht, an dritter Stelle. Jedes Jahr sterben in Deutschland über 12.000 Männer an Prostatakrebs – das ist jeder fünfte Mann, bei dem diese Krankheit festgestellt wird.

    Man geht davon aus, dass durch eine frühzeitige Erkennung die Heilungschancen bei Tumorerkrankungen insbesondere beim Prostatakrebs verbessert werden kann.

    Wir führen deshalb in der Praxis Krebsfrüherkennungsuntersuchungen durch.

    Die Krebsvorsorge – des Mannes ab dem 45. Lebensjahr – dient der Früherkennung des kolorektalen Carcinoms und des Prostatacarcinoms. Die folgenden Untersuchungen werden jährlich durchgeführt:

    • Gezielte Anamnese
    • Inspektion und Palpation des äußeren Genitales
    • Palpation der regionalen Lymphknoten
    • Abtastung der Prostata und der Rektalschleimhaut

    Die Krebsvorsorge – ab dem 50. Lebensjahr – dient zusätzlich der Früherkennung des Darmkrebses (Coloncarcinom). Es werden folgende Untersuchungen durchgeführt.

    • Rektale Abtastung (jährlich)
    • Stuhluntersuchung auf okkultes Blut (jährlich von 50.-55.Lebensjahr)

    Ab dem 55. Lebensjahr kann wahlweise eine Koloskopie (alle 10 Jahre) oder eine Stuhluntersuchung auf okkultes Blut (alle 2 Jahre) durchgeführt werden.

    Die alleinige Tastuntersuchung der Prostata, wie sie von den gesetzlichen Krankenkassen als Krebsfrüherkennungsuntersuchung empfohlen und erstattet wird, ist eigentlich als Untersuchung zur Früherkennung unzureichend. Meist sind Tumore der Prostata, wenn sie tastbar sind, bereits fortgeschritten.

    Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU), das wissenschaftliche Gremium der Urologen, empfiehlt deshalb zusätzlich zur Tastuntersuchung bei Männern zwischen 45 und 70 Jahren eine Bestimmung des PSA-Wertes durch eine Blutuntersuchung. Ein erhöhter PSA-Wert kann ein Hinweis auf das Vorliegen eines Prostatakrebses sein. Durch die Bestimmung des PSA können Prostatacarcinome meist wesentlich früher als über die Tastuntersuchung erkannt werden. Auch gibt es Daten, die zeigen, dass dort, wo die PSA-Bestimmung zur Früherkennung des Prostatakrebses eingesetzt wird, die Sterblichkeit am Prostatakrebs abgenommen hat.

    Eine Bestimmung des PSA im Rahmen der Krebsfrüherkennungsuntersuchung wird von den gesetzlichen Krankenkassen leider nicht erstattet.

  • Fachgerechte Tumornachsorge

    Auch wenn im Rahmen einer Operation in der Klinik ein Tumor vollständig entfernt werden kann, ist es leider nicht völlig sicher, dass eine Krebserkrankung nicht doch wieder auftreten kann.

    Es ist deshalb grundsätzlich eine Krebsnachsorge erforderlich.

    Wir führen deshalb regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen bei unseren Patienten durch, die nach dem neuesten wissenschaftlichen Stand leitliniengerecht erfolgen. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass ein eventuelles Wiederauftreten der Krebserkrankung möglichst frühzeitig erkannt wird und durch entsprechende Maßnahmen die Krankheit dann in vielen Fällen doch noch heilbar wird. Oftmals ist auch nach einer stationären Therapie eine ambulante Weiterbehandlung erforderlich, die wir in den meisten Fällen hier in der Praxis durchführen können.

    Zur Nachsorge gehört natürlich auch eine psychologische Betreuung der Patienten, damit diese in der Lage sind, trotz der Erkrankung wieder ein halbwegs normales Leben zu führen.

  • Laboruntersuchungen

    Urin:
    • Chemische und mikroskopische Untersuchung zum Nachweis von z.B. Blut, Eiweiß, Zucker und anderen krankhaften Bestandteilen zur Diagnostik vieler urologischer Erkrankungen.
    • Mikrobiologische Untersuchungen zum Nachweis von Bakterien. Es wird u.a. festgestellt, um welche Art von Bakterien es sich handelt und welches Antibiotikum hier am Besten wirksam ist, damit die Behandlung eines Harnwegsinfektes möglichst effektiv ist.
    • Urinzytologie zum Nachweis von Tumorzellen im Urin in der Nachsorge z.B. beim Blasenkrebs.
    • NMP-22-Test: Urintest zur Früherkennung des Blasenkrebses (IGeL).
    Blut:
    • Bestimmung sämtlicher Blutwerte, u.a. Tumormarker insbesondere PSA, Hormone.
    Sperma:
    • Nachweis von Infekten der Prostata, Untersuchung der Fruchtbarkeit.
  • Röntgendiagnostik des Harntraktes

    Wir führen in der Praxis nahezu die gesamte Röntgendiagnostik des Harntrakts durch. Dies dient zur Diagnostik und Therapieplanung bei Harnsteinleiden, aber auch zum Feststellen von Tumoren der Harnwege.

    Dadurch, dass wir die Diagnostik direkt in der Praxis durchführen können, werden Ihnen zusätzliche Wege und zeitliche Verzögerungen erspart.

  • Ultraschalluntersuchungen

    Viele Erkrankungen lassen sich heute durch eine Ultraschalluntersuchung diagnostizieren. Inbesondere Tumore z.B. der Nieren lassen sich durch eine Ultraschalluntersuchung häufig sehr frühzeitig feststellen. Eine Ultraschalluntersuchung stellt keine Strahlenbelastung dar.

    Wir benutzen in der Praxis modernste Geräte u.a. mit Dopplersonographie zur Durchblutungsmessung des äußeren Genitales des Mannes und hochauflösendem transrektalen Schallkopf zur Darstellung auch feinster Strukturen in der Prostata.

  • Endoskopie

    Zur Diagnostik von Blasentumoren oder zur Abklärung von Blut im Urin ist in der Regel eine Blasenspiegelung erforderlich, d.h. der Untersucher schaut mittels eines Instrumentes (Cystoskop) über die Harnröhre in die Blase. Viele fürchten zu Unrecht diese Untersuchung, die in örtlicher Betäubung schonend nahezu schmerzfrei durchgeführt werden kann. Bei Männern verwenden wir grundsätzlich ein flexibles Instrument, mit dem wir die Krümmungen in der männlichen Harnröhre problemlos passieren können.

Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL)

  • Urologische Komplettvorsorge / PSA-Bestimmung

    Die gesetzliche Früherkennungsuntersuchung für den Mann ist vor 30 Jahren ausgearbeitet worden. Zum damals eingeführten Leistungsspektrum sind seither keine neuen Untersuchungen hinzugefügt worden, vielmehr ist die Urinuntersuchung aus der gesetzlichen Früherkennungsuntersuchung sogar nachträglich herausgenommen worden.

    In der Zwischenzeit sind aber mehrere diagnostische Möglichkeiten entwickelt worden, die nachweislich in vielen Fällen eine sicherere und schnellere Diagnose von Krebserkrankungen gerade auch im Anfangsstadium ermöglichen.

    Aus fachärztlich-urologischer Sicht können diese Zusatzuntersuchung zur Verbesserung der Früherkennungsrate von urologischen Krebserkrankungen sinnvoll sein. Denn viele dieser Erkrankungen verlaufen oft lange Zeit ohne Beschwerden. Da diese zusätzlichen Untersuchungen aber nicht zum Leistungsinhalt der gesetzlichen Früherkennungsuntersuchung zählen, müssen sie als Wunschleistung privat in Rechnung gestellt werden (IGeL):

    Zu diesen empfehlenswerten zusätzlichen Untersuchungen zählen:

    • Die Bestimmung des PSA (Prostata spezifisches Antigen)
    • Die Ultraschalluntersuchung des Harntraktes
    • Die Urinuntersuchung auf krankhafte Bestandteile
    • Transrektaler Ultraschall der Prostata
    Was bedeutet PSA?

    Prostatakrebs ist eine der häufigsten Todesursachen bei Männern. Eine PSA-Bestimmung ist ein Test zur Früherkennung des Prostatacarcinoms (Prostatakrebs).

    Das Prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein Protein, das im Prostatagewebe gebildet wird und bei Vorliegen eines Prostatakrebses häufig erhöht ist. Durch eine einfache Blutuntersuchung kann dieser Wert bestimmt werden. Ein frühzeitiger und regelmäßiger Check ermöglicht Ihnen das rechtzeitige Erkennen eines erhöhten Wertes und lässt so im Falle eines Prostatakrebses gute Heilungschancen zu.

    Wie funktioniert eine PSA-Bestimmung?

    Der Test kann spontan in der Praxis durchgeführt werden.

    Zur Bestimmung des PSA-Wertes wird eine geringe Menge Blut abgenommen, das im Labor untersucht wird.

  • Ambulante Sterilisationen bei Männern (Vasektomie)

    Vasektomie ist der Fachbegriff für die Sterilisation des Mannes. Im Gegensatz zur Sterilisation der Frau ist der Eingriff in örtlicher Betäubung und ambulant durchführbar und hat auch weniger Komplikationen.

    Bei dem Eingriff werden die  Samenleiter durchtrennt, so dass keine befruchtungsfähigen Samenzellen mehr in die Samenflüssigkeit gelangen können. Die Funktion der Hoden bleibt dabei erhalten, so dass die Vasektomie keinen Einfluss auf die Sexualität bzw. die männliche Potenz hat.

    Wie funktioniert eine Vasektomie?

    Die Vasektomie ist ein ambulanter Eingriff von ca. 20 Minuten Dauer und wird im praxiseigenen OP in örtlicher Betäubung durchgeführt. Über zwei kleine Schnitte werden die Samenleiter beider Hodensackfächer erfasst und unter Entfernung eines jeweils ca. 3cm langen Segments durchtrennt. Im Anschluss werden die entstandenen Samenleiterenden unterbunden und zusätzlich die Öffnungen dieser mit einem Elektrokauter verödet. Abschließend wird die Haut mit jeweils 1-2 kleinen Einzelnähten wieder verschlossen.

    Nach dem Eingriff besteht zunächst noch keine sofortige Zeugungsunfähigkeit, da sich zum Zeitpunkt der Operation in der Prostata und den Samenblasen noch befruchtungsfähige Samenzellen befinden, welche über einen Zeitraum von mehreren Wochen vom Körper abgebaut und beim Samenerguss entleert werden müssen. Solange muss zunächst noch wie bisher verhütet werden. Erst wenn in den Spermaproben keine Samenzellen mehr nachgewiesen werden können, kann auf eine Verhütung verzichtet werden.